(2026) Glière & Rachmaninov
Kategorie(n): Klavier
Instrument(e): Klavier
Hauptkomponist: Diverse Komponisten (siehe Sammlungen)
CD-Set: 1
Katalog Nr.:
CD 3163
Freigabe: 25.09.2026
EAN/UPC: 7619931316321
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GLIÈRE & RACHMANINOV
ZWISCHEN LYRIK UND KLARHEIT: RACHMANINOW UND GLIÈRE FÜR VIERHÄNDIGES KLAVIER
Dieses Programm vereint zwei Zyklen für Klavier zu vier Händen aus der russischen Tradition des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts: die Sechs Stücke op. 11 von Sergej Rachmaninow (1873–1943) und die Zwölf Stücke op. 48 von Reinhold Glière (1875–1956). Die Veröffentlichung dieser CD steht zudem im Zeichen des 70. Todestages von Reinhold Glière und bietet die Gelegenheit, diesen poetischen Zyklus zum ersten Mal in seiner Gesamtheit zu entdecken.
Die 1909 komponierten Zwölf Stücke op. 48 von Reinhold Glière entstanden in einer Phase der vollen Reife des Komponisten. Im Alter von 34 Jahren entwickelte er eine Ausdrucksweise, die tief im romantischen Erbe verwurzelt war und in der er der Klarheit der Formen sowie einer ausgewogenen Klavierkomposition den Vorrang gab. Glière, der während seiner gesamten Karriere sowohl unter dem zaristischen als auch unter dem sowjetischen Regime hochgeschätzt wurde, nimmt Glière einen einzigartigen Platz in der russischen Musikgeschichte ein, da er in einer Zeit tiefgreifender Umbrüche einer traditionellen Ästhetik treu blieb.
Dieser Zyklus für Klavier zu vier Händen besteht aus zwölf Stücken mit unterschiedlichem Charakter, in denen sich Tänze, lyrische Passagen und von der Volksmusik inspirierte Motive abwechseln. Die Komposition ist oft klar und übersichtlich, manchmal fast schon pädagogisch anmutend, aber stets von Raffinesse geprägt. Der Dialog zwischen den beiden Pianisten spielt dabei eine wesentliche Rolle, auch wenn sich das Gleichgewicht zwischen Primo und Secundo flexibler gestaltet und nuancierte Textur- und Farbspiele zum Vorschein kommen. Trotz seiner Qualitäten wurde dieses Werk nie vollständig aufgenommen.
Die 1894 komponierten Stücke, als Sergej Rachmaninow erst 21 Jahre alt war, zeugen die Sechs Stücke op. 11 bereits von einer stark ausgeprägten musikalischen Persönlichkeit. Dieser Zyklus offenbart einen ausgeprägten Sinn für Lyrik, einen bemerkenswerten harmonischen Reichtum und eine klavierstecherische Komposition von großer Bandbreite. Das vierhändige Klavier wird hier als regelrechter orchestraler Raum betrachtet, der eine dichte und kontrastreiche Klangpalette entfaltet.
Jedes Stück hat seinen eigenen Charakter: von der verträumten Fließendheit der Barcarolle über introspektivere oder tänzerische Passagen bis hin zur virtuosen Brillanz von Slava. Die oft großzügige und expansive Komposition zeichnet sich durch gewagte Modulationen, ihre Ausdruckskraft und eine Virtuosität aus, die über die rein technische Dimension hinausgeht und echte emotionale Tiefe erreicht.
Glière und Rachmaninow, die im gleichen musikalischen Umfeld ausgebildet wurden, insbesondere bei Sergej Tanejew und Anton Arenski, Glière und Rachmaninow, teilen eine tiefe Verbundenheit mit der russischen romantischen Tradition: Vorrang der Melodie, tonale Verankerung, Vorliebe für von der Folklore inspirierte Stimmungen. Beide nutzen die Möglichkeiten des vierhändigen Klavierspiels mit großer Kreativität und spielen mit dem Reichtum der Klangtexturen, den Effekten des Dialogs und den rhythmischen Überlagerungen.
Dennoch bleiben ihre Ästhetiken gegensätzlich. Während Rachmaninow eine leidenschaftliche, bisweilen dramatische Kompositionsweise von fast orchestraler Dichte entwickelt, Glière bevorzugt einen gemäßigteren Ausdruck, der sich durch Klarheit, Ausgewogenheit und eine gewisse poetische Zurückhaltung auszeichnet. Der eine erforscht die Spannungen und Schwungkräfte der Spätromantik in ihrer ganzen Intensität, der andere bietet eine ruhigere Interpretation, die den aus der Tradition übernommenen Formen treu bleibt.
Die Begegnung dieser beiden Zyklen bringt somit zwei sich ergänzende Facetten desselben Erbes zum Vorschein. Der Leidenschaft und der Ausdruckskraft Rachmaninows stehen die Eleganz und Transparenz von Glière gegenüber. In diesem Dialog erscheint das Opus 48 als intimer und zarter Raum, während das Opus 11 eine expansivere und kontrastreichere Energie entfaltet.
Diese Gegenüberstellung verdeutlicht nicht nur die ästhetischen Gemeinsamkeiten zweier Komponisten derselben Schule, sondern auch die Einzigartigkeit ihrer jeweiligen Stile. Indem sie dem Zyklus op. 48 von Glière, der selten in seiner Gesamtheit zu hören ist, wieder den ihm gebührenden Platz einräumt, trägt diese Aufnahme dazu bei, die Kenntnis eines noch wenig bekannten Repertoires zu bereichern – neben einem bedeutenden Werk der russischen Klaviermusik für vier Hände.
Duo ELERIYA
Übersetzt aus dem Französischen mit www.DeepL.com/Translator
DAS DUO ELERIYA
„Musik ist der Atem der Seele, doch jeder Atemzug ist einzigartig und kehrt nie wieder zurück.“ – Paul Celan
Elena Soussi und Valeriya Berestneva sind Pianistinnen und Interpretinnen: Der Dialog mit dem Komponisten und seiner Partitur ist für sie von entscheidender Bedeutung. Gemeinsam suchen sie nach dem Impliziten, nach dem, was zwischen den Noten steht, nach dem, was jenseits der Noten ungeschrieben bleibt.
Sie nähern sich einer gemeinsamen Vision ihrer Interpretation an.
Sie teilen sich das Klavier, sie verschmelzen mit ihm. Die Hände kreuzen sich, die Arme überlagern sich auf der Tastatur. Es wird zu einem Raum des Tanzes: Übereinstimmungen, Präzision, Bewegungsabläufe.
Es entsteht ein einziger Gesang mit unterschiedlichen Klangfarben.
Bei diesen Interpretinnen herrscht ein authentisches Einfühlen in sich selbst und in die andere, die Fähigkeit, ihr Spiel harmonisch aufeinander abzustimmen.
Die Kommunikation erfolgt instinktiv, kaum mehr als ein Blick, eine Geste.
Der klangliche Reichtum ihres musikalischen Ausdrucks kommt zum Vorschein.
Er entspringt aus ihrem Innersten, baut sich auf und setzt sich fort bis in die äußersten Enden ihrer Körper, der Hand, der Finger, ihrer Fingerspitzen – Gipfel, durchdrungen von Emotionen und Sensibilität. Der Anschlag vollendet sich.
Mit offener Haut.
Auf der Klaviatur formen die Finger den Klang, gestalten den Nachhall und komponieren die Stille. Es entsteht ein inniger Dialog mit dem Instrument.
Diese Musikerinnen geben sich über ihre Hände hinaus ganz der Musik hin.
Die Zartheit und Eleganz ihres Anschlags öffnen sich dem Ideal, das sie liebkosen.
„Es sind eure Hände, die hier auf Erden die Liebkosung vollbringen; Glaubt, dass sie Schwestern der Lilien und Schwestern der Flügel sind: Verachtet sie nicht, vernachlässigt sie nicht, Und lasst sie blühen wie Asphodelen.“ – Germain Nouveau
Michel Agus
Elena Soussi und Valeriya Berestneva lernten sich zunächst durch ihr gemeinsames Engagement in der Klavierpädagogik am Konservatorium von Freiburg (Schweiz) kennen. Sehr schnell führt diese berufliche Nähe zu zahlreichen Austauschprojekten zwischen ihren Klassen, was sie ganz natürlich dazu bringt, gemeinsam das Repertoire für Klavier zu vier Händen zu erkunden.
Aus dieser Zusammenarbeit entsteht 2022 das Duo ELERIYA. Sie entwickeln daraufhin eine Spielweise, die auf der Suche nach einem gemeinsamen Klang, dem gegenseitigen Zuhören und einer hohen Präzision der Spieltechnik basiert. Ihr Spiel beruht auf einem ständigen Gleichgewicht zwischen den beiden Pianistinnen, wobei das Klavier eher zu einem gemeinsamen Raum wird als zu einem Dialog zweier Individualitäten.
Dieser Ansatz wurde schnell durch mehrere internationale Auszeichnungen gewürdigt, insbesondere beim Internationalen Léopold-Bellan-Wettbewerb (Erster Preis, Ehrenpreis und Thomas-Kreuzberger-Preis), beim Internationalen Klavierwettbewerb von Paris (Erster Preis, Kategorie vierhändiges Klavier) sowie beim Carles & Sofia International Piano Competition (Gold Hands Award), was den Zusammenhalt und die Einzigartigkeit ihrer Arbeit unterstreicht.
duoeleriya.com
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VALERIYA BERESTNEVA
Valeriya Berestneva, geboren in Kaliningrad, begann im Alter von 7 Jahren in ihrer Heimatstadt mit dem Klavierspiel. Nach ihrem Studium an der Musikschule und anschließend am Regionalen Konservatorium S. Rachmaninow setzte sie ihre Ausbildung in Moskau an der Gnessin-Musikakademie in der Klasse von D. Burnshtein fort, wo sie sich auch intensiv mit Operngesang befasste.
Im Jahr 2006 erwarb sie das Diplom als Konzertpianistin und Begleiterin für Instrumentalinterpretation am Klavier. Da sie sich schon früh für das Ensemblespiel und die Begleitung interessierte, entwickelte sie eine Tätigkeit als Pianistin, die besonders auf Kammermusik und die Zusammenarbeit mit Sängern und Instrumentalisten ausgerichtet ist. Als Pianistin und Begleiterin tritt sie regelmäßig in Kammerkonzerten auf. Parallel dazu ist sie künstlerisch in Russland, Polen, der Ukraine, Litauen, Frankreich und Deutschland tätig.
Seit ihrer Ankunft in der Schweiz im Jahr 2012 unterrichtet Valeriya Berestneva Klavier und organisiert zahlreiche Kammerkonzerte, an denen sie auch aktiv mitwirkt. Seit 2017 ist sie Klavierprofessorin und Begleitpianistin am Konservatorium Freiburg.
duoeleriya.com/valeriya-berestneva
ELENA SOUSSI
Die 1990 geborene Elena Soussi ist eine französisch-schweizerische Pianistin, deren Werdegang sich zwischen Interpretation, Kammermusik und Uraufführungen erstreckt. Sie wurde in Frankreich und der Schweiz ausgebildet und studierte unter anderem bei Philippe Reymond, Pascal Jourdan, Paul Coker und Fabrizio Chiovetta; zudem profitierte sie von der Beratung der Pianistin Roumiana Kirtcheva.
Die Kammermusik nimmt einen zentralen Platz in ihrer Tätigkeit ein, weshalb sie regelmäßig in der Schweiz und in Europa in verschiedenen Besetzungen auftritt. Ihr Repertoire reicht vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik, wobei sie ein besonderes Augenmerk auf interdisziplinäre Projekte und vielfältige Ästhetiken legt.
Sie engagiert sich stark für die Musik von heute und ist Mitbegründerin des Avès Duo (Klavier und Akkordeon), mit dem sie sich der Komposition und Transkription widmet. D
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ZWISCHEN LYRIK UND KLARHEIT: RACHMANINOW UND GLIÈRE FÜR VIERHÄNDIGES KLAVIER
Dieses Programm vereint zwei Zyklen für Klavier zu vier Händen aus der russischen Tradition des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts: die Sechs Stücke op. 11 von Sergej Rachmaninow (1873–1943) und die Zwölf Stücke op. 48 von Reinhold Glière (1875–1956). Die Veröffentlichung dieser CD steht zudem im Zeichen des 70. Todestages von Reinhold Glière und bietet die Gelegenheit, diesen poetischen Zyklus zum ersten Mal in seiner Gesamtheit zu entdecken.
Die 1909 komponierten Zwölf Stücke op. 48 von Reinhold Glière entstanden in einer Phase der vollen Reife des Komponisten. Im Alter von 34 Jahren entwickelte er eine Ausdrucksweise, die tief im romantischen Erbe verwurzelt war und in der er der Klarheit der Formen sowie einer ausgewogenen Klavierkomposition den Vorrang gab. Glière, der während seiner gesamten Karriere sowohl unter dem zaristischen als auch unter dem sowjetischen Regime hochgeschätzt wurde, nimmt Glière einen einzigartigen Platz in der russischen Musikgeschichte ein, da er in einer Zeit tiefgreifender Umbrüche einer traditionellen Ästhetik treu blieb.
Dieser Zyklus für Klavier zu vier Händen besteht aus zwölf Stücken mit unterschiedlichem Charakter, in denen sich Tänze, lyrische Passagen und von der Volksmusik inspirierte Motive abwechseln. Die Komposition ist oft klar und übersichtlich, manchmal fast schon pädagogisch anmutend, aber stets von Raffinesse geprägt. Der Dialog zwischen den beiden Pianisten spielt dabei eine wesentliche Rolle, auch wenn sich das Gleichgewicht zwischen Primo und Secundo flexibler gestaltet und nuancierte Textur- und Farbspiele zum Vorschein kommen. Trotz seiner Qualitäten wurde dieses Werk nie vollständig aufgenommen.
Die 1894 komponierten Stücke, als Sergej Rachmaninow erst 21 Jahre alt war, zeugen die Sechs Stücke op. 11 bereits von einer stark ausgeprägten musikalischen Persönlichkeit. Dieser Zyklus offenbart einen ausgeprägten Sinn für Lyrik, einen bemerkenswerten harmonischen Reichtum und eine klavierstecherische Komposition von großer Bandbreite. Das vierhändige Klavier wird hier als regelrechter orchestraler Raum betrachtet, der eine dichte und kontrastreiche Klangpalette entfaltet.
Jedes Stück hat seinen eigenen Charakter: von der verträumten Fließendheit der Barcarolle über introspektivere oder tänzerische Passagen bis hin zur virtuosen Brillanz von Slava. Die oft großzügige und expansive Komposition zeichnet sich durch gewagte Modulationen, ihre Ausdruckskraft und eine Virtuosität aus, die über die rein technische Dimension hinausgeht und echte emotionale Tiefe erreicht.
Glière und Rachmaninow, die im gleichen musikalischen Umfeld ausgebildet wurden, insbesondere bei Sergej Tanejew und Anton Arenski, Glière und Rachmaninow, teilen eine tiefe Verbundenheit mit der russischen romantischen Tradition: Vorrang der Melodie, tonale Verankerung, Vorliebe für von der Folklore inspirierte Stimmungen. Beide nutzen die Möglichkeiten des vierhändigen Klavierspiels mit großer Kreativität und spielen mit dem Reichtum der Klangtexturen, den Effekten des Dialogs und den rhythmischen Überlagerungen.
Dennoch bleiben ihre Ästhetiken gegensätzlich. Während Rachmaninow eine leidenschaftliche, bisweilen dramatische Kompositionsweise von fast orchestraler Dichte entwickelt, Glière bevorzugt einen gemäßigteren Ausdruck, der sich durch Klarheit, Ausgewogenheit und eine gewisse poetische Zurückhaltung auszeichnet. Der eine erforscht die Spannungen und Schwungkräfte der Spätromantik in ihrer ganzen Intensität, der andere bietet eine ruhigere Interpretation, die den aus der Tradition übernommenen Formen treu bleibt.
Die Begegnung dieser beiden Zyklen bringt somit zwei sich ergänzende Facetten desselben Erbes zum Vorschein. Der Leidenschaft und der Ausdruckskraft Rachmaninows stehen die Eleganz und Transparenz von Glière gegenüber. In diesem Dialog erscheint das Opus 48 als intimer und zarter Raum, während das Opus 11 eine expansivere und kontrastreichere Energie entfaltet.
Diese Gegenüberstellung verdeutlicht nicht nur die ästhetischen Gemeinsamkeiten zweier Komponisten derselben Schule, sondern auch die Einzigartigkeit ihrer jeweiligen Stile. Indem sie dem Zyklus op. 48 von Glière, der selten in seiner Gesamtheit zu hören ist, wieder den ihm gebührenden Platz einräumt, trägt diese Aufnahme dazu bei, die Kenntnis eines noch wenig bekannten Repertoires zu bereichern – neben einem bedeutenden Werk der russischen Klaviermusik für vier Hände.
Duo ELERIYA
Übersetzt aus dem Französischen mit www.DeepL.com/Translator
DAS DUO ELERIYA
„Musik ist der Atem der Seele, doch jeder Atemzug ist einzigartig und kehrt nie wieder zurück.“ – Paul Celan
Elena Soussi und Valeriya Berestneva sind Pianistinnen und Interpretinnen: Der Dialog mit dem Komponisten und seiner Partitur ist für sie von entscheidender Bedeutung. Gemeinsam suchen sie nach dem Impliziten, nach dem, was zwischen den Noten steht, nach dem, was jenseits der Noten ungeschrieben bleibt.
Sie nähern sich einer gemeinsamen Vision ihrer Interpretation an.
Sie teilen sich das Klavier, sie verschmelzen mit ihm. Die Hände kreuzen sich, die Arme überlagern sich auf der Tastatur. Es wird zu einem Raum des Tanzes: Übereinstimmungen, Präzision, Bewegungsabläufe.
Es entsteht ein einziger Gesang mit unterschiedlichen Klangfarben.
Bei diesen Interpretinnen herrscht ein authentisches Einfühlen in sich selbst und in die andere, die Fähigkeit, ihr Spiel harmonisch aufeinander abzustimmen.
Die Kommunikation erfolgt instinktiv, kaum mehr als ein Blick, eine Geste.
Der klangliche Reichtum ihres musikalischen Ausdrucks kommt zum Vorschein.
Er entspringt aus ihrem Innersten, baut sich auf und setzt sich fort bis in die äußersten Enden ihrer Körper, der Hand, der Finger, ihrer Fingerspitzen – Gipfel, durchdrungen von Emotionen und Sensibilität. Der Anschlag vollendet sich.
Mit offener Haut.
Auf der Klaviatur formen die Finger den Klang, gestalten den Nachhall und komponieren die Stille. Es entsteht ein inniger Dialog mit dem Instrument.
Diese Musikerinnen geben sich über ihre Hände hinaus ganz der Musik hin.
Die Zartheit und Eleganz ihres Anschlags öffnen sich dem Ideal, das sie liebkosen.
„Es sind eure Hände, die hier auf Erden die Liebkosung vollbringen; Glaubt, dass sie Schwestern der Lilien und Schwestern der Flügel sind: Verachtet sie nicht, vernachlässigt sie nicht, Und lasst sie blühen wie Asphodelen.“ – Germain Nouveau
Michel Agus
Elena Soussi und Valeriya Berestneva lernten sich zunächst durch ihr gemeinsames Engagement in der Klavierpädagogik am Konservatorium von Freiburg (Schweiz) kennen. Sehr schnell führt diese berufliche Nähe zu zahlreichen Austauschprojekten zwischen ihren Klassen, was sie ganz natürlich dazu bringt, gemeinsam das Repertoire für Klavier zu vier Händen zu erkunden.
Aus dieser Zusammenarbeit entsteht 2022 das Duo ELERIYA. Sie entwickeln daraufhin eine Spielweise, die auf der Suche nach einem gemeinsamen Klang, dem gegenseitigen Zuhören und einer hohen Präzision der Spieltechnik basiert. Ihr Spiel beruht auf einem ständigen Gleichgewicht zwischen den beiden Pianistinnen, wobei das Klavier eher zu einem gemeinsamen Raum wird als zu einem Dialog zweier Individualitäten.
Dieser Ansatz wurde schnell durch mehrere internationale Auszeichnungen gewürdigt, insbesondere beim Internationalen Léopold-Bellan-Wettbewerb (Erster Preis, Ehrenpreis und Thomas-Kreuzberger-Preis), beim Internationalen Klavierwettbewerb von Paris (Erster Preis, Kategorie vierhändiges Klavier) sowie beim Carles & Sofia International Piano Competition (Gold Hands Award), was den Zusammenhalt und die Einzigartigkeit ihrer Arbeit unterstreicht.
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VALERIYA BERESTNEVA
Valeriya Berestneva, geboren in Kaliningrad, begann im Alter von 7 Jahren in ihrer Heimatstadt mit dem Klavierspiel. Nach ihrem Studium an der Musikschule und anschließend am Regionalen Konservatorium S. Rachmaninow setzte sie ihre Ausbildung in Moskau an der Gnessin-Musikakademie in der Klasse von D. Burnshtein fort, wo sie sich auch intensiv mit Operngesang befasste.
Im Jahr 2006 erwarb sie das Diplom als Konzertpianistin und Begleiterin für Instrumentalinterpretation am Klavier. Da sie sich schon früh für das Ensemblespiel und die Begleitung interessierte, entwickelte sie eine Tätigkeit als Pianistin, die besonders auf Kammermusik und die Zusammenarbeit mit Sängern und Instrumentalisten ausgerichtet ist. Als Pianistin und Begleiterin tritt sie regelmäßig in Kammerkonzerten auf. Parallel dazu ist sie künstlerisch in Russland, Polen, der Ukraine, Litauen, Frankreich und Deutschland tätig.
Seit ihrer Ankunft in der Schweiz im Jahr 2012 unterrichtet Valeriya Berestneva Klavier und organisiert zahlreiche Kammerkonzerte, an denen sie auch aktiv mitwirkt. Seit 2017 ist sie Klavierprofessorin und Begleitpianistin am Konservatorium Freiburg.
duoeleriya.com/valeriya-berestneva
ELENA SOUSSI
Die 1990 geborene Elena Soussi ist eine französisch-schweizerische Pianistin, deren Werdegang sich zwischen Interpretation, Kammermusik und Uraufführungen erstreckt. Sie wurde in Frankreich und der Schweiz ausgebildet und studierte unter anderem bei Philippe Reymond, Pascal Jourdan, Paul Coker und Fabrizio Chiovetta; zudem profitierte sie von der Beratung der Pianistin Roumiana Kirtcheva.
Die Kammermusik nimmt einen zentralen Platz in ihrer Tätigkeit ein, weshalb sie regelmäßig in der Schweiz und in Europa in verschiedenen Besetzungen auftritt. Ihr Repertoire reicht vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik, wobei sie ein besonderes Augenmerk auf interdisziplinäre Projekte und vielfältige Ästhetiken legt.
Sie engagiert sich stark für die Musik von heute und ist Mitbegründerin des Avès Duo (Klavier und Akkordeon), mit dem sie sich der Komposition und Transkription widmet. D
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